Die Jungen Journalisten

Interview mit Gholamreza Ramezani (Regisseur von Hayat und Bazi)
Hayat
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Ist es schwierig, im Iran solche Filme mit mehr oder weniger politischen Themen wie der benachteiligung von Mädchen und Frauen zu drehen und auch ins Kino zu bringen?
Es gibt keine Einschränkungen für diese Themen. Es gibt nur die Möglichkeit, zu wählen. Ich habe gewählt, diese Geschichten zu erzählen. Es gibt auch andere Filme, in denen die Frauenproblematik gezeigt wird, also, es gibt diese Beschränkung nicht.
Welcher Film ist zuerst entstanden, "Hayat" oder "Das Spiel"? Beide mussten ja zur gleichen Zeit fertig werden.
"Bazi" zuerst und dann "Hayat".
Welches Leben der Kinder im Film lässt sich besser vergleichen mit dem iranischer Kinder heute?
Beide und keines. Das sind ja Geschichten, die ich erzähle. Ich habe etwas von der Wirklichkeit übernommen, aber ich habe auch manches hinzu gefügt. Ich meine, nur die Wirklichkeit zu zeigen, ist nicht so interessant. So wie bei einem Bild, das gezeichnet wird, müssen bestimmte Farben hineingemalt werden und bestimmte Formen müssen dazu kommen. So ist auch das Erfinden von Geschichten.
Welcher Dreh war schwerer oder hat länger gedauert?
Schwieriger und zeitaufwändiger sind zwei verschiedene Dinge. Der Film Hayat war viel schwieriger als der Film Bazi. Hier waren ja viel mehr Schauspieler beteiligt. Und es war auch schwieriger, in dieser Umgebung zu drehen. Die Wege, die Außenaufnahmen waren schwierig. Und ich musste auch den richtigen Rhythmus finden, damit das Publikum die Geschichte gut annehmen kann. Bei "Bazi" war das allerschwierigste, das kleine Mädchen dazu zu bringen, dass sie so spielt.
Vielen Dank für das Gespräch. Beide Filme sind richtig schön.
Vielen Dank. Ich freue mich, dass ein so kluges Mädchen sich für das Kino und die Probleme von Kindern in einem anderen Land interessiert. Ich hoffe, dass du in Zukunft eine große, wichtige Person sein wirst.
Oh, danke.
Auf Wiedersehen.

Roberta Huldisch, 11