"Die Farbe der Milch" ist ein Film über die erste Liebe und wie verwirrend sie sein kann. Die zwölfjährige Selma hat sich vorgenommen, sich nie für Jungen zu interessieren und sich immer unter Kontrolle zu haben, da sie in ihrer Familie die Liebe nur als „Naturkatastrophe“ kennen gelernt hat. Doch merkt sie sehr bald, dass es doch ziemlich schwer ist, sich nicht zu verlieben.
Die Geschichte ist im Grunde genommen so alltäglich und einfach, doch Torun Lian, die Regisseurin und gleichzeitig auch die Autorin der Buchvorlage, hat sie mit so vielen witzigen Szenen bestückt, dass man den Saal zumindest mit einem kleinen Lächeln verlässt. Auch die beiden Kinderhauptdarsteller, Julia Krohn als Selma und Bernhard Naglestad als Andy, haben dieses leicht Verschmitzte übernommen und überzeugten mit ihrer lebendigen Mimik.
„Die Farbe der Milch“ ist ein witziger, unterhaltsamer Film, der einem einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt eines frühpubertierenden Mädchens gewährt. Nichts desto trotz hat der Film auch seine Längen, in denen sich Handlungsstränge der Geschichte in verschiedenen Variationen einfach nur wiederholen.
Im Film geht es um die 11-jährige Selma, die durch ihr ständiges Aufsagen von wissenschaftlichen Fakten probiert, jegliche Gefühle, die mit Verliebtsein zu tun haben, im Keim zu ersticken. Als Andy, der sie lange umworben hatte, aufgrund ihres Verhaltens resigniert das Handtuch wirft, muss sie sich eingestehen, dass es doch noch Sachen gibt, die wichtiger sind als die Auswertung der Evolutionstheorie.
Alles in allem stellt der Film in leicht verständlicher Form wichtige Fragen des Lebens, bei denen auch der Humor nicht zu kurz kommt. Daher ist es mit Sicherheit kein Fehler, sich für diesen Film zu entscheiden.
Liebe ist ein Naturereignis. Das findet Selma auch, nur, dass sie davon eine etwas andere Auffassung hat, als ihre beiden Freundinnen. Sie steckt ihre Nase lieber in sexualwissenschaftliche Bücher, als einen Jungen zu küssen. Denn, dass das mit den beiden Geschlechtern auf Dauer nicht gut gehen kann, das erlebt sie jeden Tag in ihrer Familie, z.B. dann, wenn ihre Schwester und deren Verlobter mal wieder wegen nichtiger Streitereien ihre Hochzeit verschieben oder wenn ihr Cousin trotz Freundin mit einer anderen herumschmust. Doch dann ist da Andy, der Selmas Vorsätze ganz schön ins Wackeln bringt. Mit ihm philosophiert sie über das Leben und ist zum ersten Mal richtig glücklich. Aber verlieben wird sie sich nie, das steht fest. Denn sobald er sich ihr nähert, fährt sie ihre Stacheln aus. Dennoch, Andy lässt nicht locker.
Werden Selma und Andy das Geheimnis der Milch lüften?
Dieser Film ist heiter und macht Lust auf Kino. Die dänische Regisseurin Torun Lian lässt ihren jungen Hauptfiguren viel Zeit, das Tohuwabohu ihrer Gefühle auszuleben und zu ergründen. Und trotzdem wird es nie langweilig, denn alle Darstellerinnen und Darsteller überzeugten durch ihr wahrhaftiges Spiel.
Falls ihr den Film verpasst habt, könnt ihr euch freuen. Im Filmgespräch erfuhr ich, dass „Die Farbe der Milch“ im September 2005 in die deutschen Kinos kommen soll. Für alle, die Gefühlsprobleme haben: Unbedingt hingehen!
Selma ist fest überzeugt davon, dass sie mit Jungs absolut nichts zu tun haben will. Und das Thema Liebe will sie auch nur rein wissenschaftlich betreiben.
Kein Wunder, in ihrer Familie gibt es genug abschreckende Beispiele, die davor warnen, sich jemals zu verlieben.
Doch es gibt ein Problem: Andy - blond und mit einem unglaublich charmanten Lächeln. Selma kennt ihn schon seit Ewigkeiten, und in diesem Sommer fängt es in ihrem Bauch an zu kribbeln. Zuerst versucht sie, es zurückzuhalten. Aber so kann es doch nicht weitergehen!
Eine total witzige Liebesgeschichte mit umwerfenden Hauptdarstellern! Außerdem hat der Film ein Thema, daß, so umgesetzt, viel zu wenig im Kinderfilm vorkommt. "Die Farbe der Milch" hat meiner Meinung nach auf jeden Fall einen Preis verdient!
Sie wollen nichts von Jungs wissen, das haben sich die drei Mädchen
geschworen, was soll man denn auch mit diesen nervigen, pubertierenden
Typen anfangen? Selmas Freundinnen fällt es aber dann doch sichtlich
schwer, diesen Schwur einzuhalten, denn in diesen Sommerferien haben sie
viel mit denen aus der Klasse zu tun und merken bald, dass das andere
Geschlecht doch weitaus anziehender ist als vorher angenommen. Aber
Selma hat sich unter Kontrolle, sie war noch nie verliebt, und wird es
auch nie sein! Als sie und Andy sich dann auf rein wissenschaftlicher
Basis (in ihrer Familie gibt es genügend Beispiele, wieso man sich darauf
beschränken sollte) näher kommen, ist es auch für Selma nach und nach
gar nicht mehr so einfach...
"Die Farbe der Milch" ist ein fröhlicher norwegisch-schwedischer Kinderfilm, der
von der zarten ersten Liebe handelt. Das ist ein oft vertretenes
Problem junger Jugendlicher, und es gibt auch etliche zum Teil
langweilige oder übertriebene Filme darüber, aber dieser hier ist weder
das eine noch das andere. Es ist ein ganz besonderer Film, auch wegen
der schwedischen Leichtigkeit, mit der alles erzählt wird. Durch das
wunderbare Schauspiel der beiden Hauptdarsteller und die witzigen
Dialoge wirkt der Film wie ein Einblick in das wirkliche Leben der
beiden Kinder und ermöglicht einem, sich gut in die Geschichte
reinzuversetzen. Hinzu kommt die schöne Landschaft Norwegens.
Ein Film, den anzugucken es sich auf jeden Fall lohnt.
