„Fjorton Suger“ ist ein weitgehend enttäuschender Film, der zwar wichtige Fragen behandelt, aber eindeutig bei der Umsetzung dieser ins Filmtechnische scheitert.
Es fängt schon damit an, dass der ganze Film klischeeüberladen ist. So kommt das Vergewaltigungsopfer Emma natürlich aus einer „Spießerfamilie“, in der die Eltern schon lange nicht mehr Wissen, was ihre Tochter bewegt. Stattdessen ist der Vater nur mit Golfspielen beschäftigt, und die Mutter sieht ihre Tochter weiterhin als Nesthäkchen, über das man sich sonst weiter keine Sorgen mehr machen muss. Die wirkliche Zumutung für den Zuschauer sind aber die endlosen, sich wiederholenden Partyszenen, die einen viel mehr an einen „La Coste“-Werbespot erinnern als an glaubhafte Dokumente aus dem Leben. Auch die Schauspieler überzeugen nicht wirklich, so sieht man beispielsweise Emma beim besten Willen nicht an, dass sie unter den seelischen Qualen einer noch nicht verarbeiteten Vergewaltigung leidet. Die einzige löbliche Ausnahme stellt der Darsteller von Aron dar, der es sehr gut schafft, die Zweifel darzustellen, die wohl jeder hat, wenn man sich auf etwas neues, in diesem Fall auf das Eingehen einer Beziehung, einlässt.
Abschließend kann man sagen, dass die Geschichte an sich großes Potenzial birgt, um daraus einen wirklich guten Film zu machen, nur scheiterte dieser Versuch leider gründlich. Glücklicherweise war wenigstens die Musik ansprechend.
Emma ist 14. Das ist ein Alter, in dem die Eltern eigentlich noch so einigermaßen über das Leben ihrer Tochter Bescheid wissen sollten. Emmas Eltern, die Reichsten des schwedischen Dorfes, kennen sie nur als ihr kleines Engelchen, was keiner Fliege etwas zuleide tun würde.
Doch die Realität sieht ganz anders aus: Emma ist oft auf den Partys der Freunde ihres älteren Bruders und trinkt Alkohol bis zur Besinnungslosigkeit. Auf einer dieser Partys wird sie von einem guten Freund ihres Bruders vergewaltigt. Danach ist in ihrem sowieso schon ziemlich aufgeregten Leben, bis auf die spießige Stimmung bei ihr zu Hause, nichts mehr so wie es einmal war. Sie zieht sich mehr und mehr in sich zurück.
Emmas Bruder beginnt sich Sorgen um sie zu machen und etwas zu ahnen und versucht, sie vor allen Jungen zu schützen, vergisst dabei aber seine Freunde.
Doch dann lernt Emma Aron kennen und auch er wird von ihrem Bruder als „gemeingefährlich“ eingestuft, aber eigentlich ist er ganz anders und Emma beginnt endlich wieder zu leben…
Interessanterweise wurde dieser Film von vier jungen Schwedischen Regisseuren zusammen gedreht. Das Ergebnis ist ein bemerkenswerter Film, der dieses heikle und immer aktuelle Thema seinen Zuschauern gut vermittelt und nahe bringt. Vielleicht gerade, weil die Darsteller noch kaum Spielerfahrung hatten, wirkten sie so lebendig und echt.
Wirklich sehenswert!!!
Sex, Alkohol und Liebe, das sind die drei großen Themen, in diesem klischeeüberladenen Film von den vier Jung-Regisseuren aus Schweden.
Die vierzehnjährige Emma ist die Tochter einer der reichsten Familien in einem kleinen Kaff irgendwo in Schweden. Ihre Freizeit verbringt sie mit Feiern und sich Betrinken bis zum Umfallen. Gleich am Anfang des Filmes wird Emma vergewaltigt, um die sich langsam dahinschleppende, Geschichte wenigstens ein bisschen ins Rollen zu bringen. Zum Beispiel spielt der Film gut ein Viertel der Zeit auf irgendwelchen Partys, auf der sich irgendwelche Jugendlichen betrinken. Auch die Glaubwürdigkeit mancher Schauspieler ließ etwas zu wünschen übrig. Dass Emma vergewaltigt wurde, weiß der Zuschauer, aber dass sie darunter leidet, das kann er sich nur denken, weil es ihm logisch erscheint. Zumindest an der Musik gab es nichts auszusetzen, sie war immer passend und nicht störend.
Obwohl die Geschichte nicht gut umgesetzt wurde, ist „Fourteen Sucks“ anderen Teenie-Filmen wie „American Pie (2)“ oder „(Knall)Harte Jungs“ um Längen voraus und trotz allem sehens- und hörenswert.
„Fjorton Suger“ von den vier Regisseuren Freijd, Jern, Norrthon und Larsson schafft es auf zärtliche Weise, das Thema Vergewaltigung aus dem altbekannten Klischee mit dem bösen Mann herauszuziehen.
Emma ist 14, hübsch, reich und hat viele Freunde. Doch auch, oder vielleicht sogar besonders in einem scheinbar perfekten Leben kann es Probleme geben. Für Emma ist es ein Problem, nicht als erwachsen anerkannt zu werden. Ob sie sich aber mit Alkohol und Klamotten beweisen kann, ist eine andere Frage.
Dann wird Emma auf einer Party von dem Freund ihres Bruders vergewaltigt.
Der Prozess mit sich selbst, in den sie sich jetzt hineinbegibt, wird Emma prägen, so dass sie am Ende ein ganzes Stück erwachsener geworden ist.
Der Film zeigt eher gewöhnliche Probleme, jedoch auf eine ungewöhnliche Weise. Wie Emma hin und her gerissen ist, ob sie sich jemandem anvertrauen kann, und sich dann doch immer mehr verschließt und gleichzeitig öffnet, möchte man versuchen, sich in Emma und in ihre Gefühlslage hineinzuversetzen.
Allerdings finde ich es schade, dass der Film meiner Meinung nach nicht authentisch und ehrlich wirkt, da das gesamte Umfeld fast gezwungen cool sein muss und es somit schwer fällt sich mit den Darstellern zu identifizieren.
Mit ein bisschen mehr Tiefe hätte „Fjorton Suger“ Potenzial zu einem nachdenklichen Film, der Jugendliche auf Augenhöhe ansprechen sollte.
Dies ist ein Film, den man unbedingt ansehen sollte.
Es geht um die 14-jährige Emma, die sich auf einer Party bis zur
Unzurechnungsfähigkeit betrinkt und in diesem wehrlosen Zustand vergewaltigt
wird. Der Film zeigt, wie sie damit fertig wird und wieder neu Fuß fasst.
Das Partyleben mit dem extremen Alkoholkonsum ist den Regisseuren zufolge in
Schweden durchaus realistisch. Obwohl dies mit Humor und ohne erhobenen
Zeigefinger dargestellt ist, beginnt man darüber nachzudenken, ob Partys mit
derart viel Alkohol wirklich nötig sind. Es ist erschreckend, zu sehen, wie
die Jugendlichen vollkommen die Kontrolle über sich verlieren und eine Party
völlig ausartet, weil sie Dinge tun, an die sie sonst nicht einmal denken
würden.
Man fragt sich auch, wie man selbst auf eine Vergewaltigung reagieren würde.
Man kann mit Emma mitfühlen und sich mit ihr identifizieren.
Elin Ahlberg spielt Emma in all ihrer Unsicherheit und Unentschlossenheit
sehr überzeugend und sympathisch. Auch die anderen Darsteller beeindrucken
mit ihrem authentischen Spiel. Ihre Handlungen und die Stimmungen im Film
werden von einem sehr gut ausgewählten Soundtrack unterstrichen. Die
jeweiligen Situationen werden dadurch noch eindrücklicher. Mir hat
besonders gefallen, dass es in einigen Szenen einfach nur still war, dadurch
aber nicht die Spannung verloren ging. Den vier Regisseuren war die
Musikauswahl sehr wichtig, was man durchaus merkt.
Es ist zu hoffen, dass dieser Film nach der Berlinale auch in die „normalen“
deutschen Kinos kommt und damit einem breiteren Publikum zugänglich gemacht
wird. Er hätte es verdient!
