Ein Pelikan zieht sich menschliche Klamotten an und geht in die Stadt. Er sucht sich eine Arbeit in der Oper, wo er sich in eine hübsche, anmutige Ballerina verliebt. Der Pelikanmann hat eigentlich vor geheim zu halten, wer er eigentlich ist; doch der 10-jährige Emil und auch die gleichaltrige Elsa entdecken bald seine wahre Identität. Auf dem Weg durch die oft ganz schön verrückte Menschheit erleben die drei viele Abenteuer. Doch kann es ewig so weitergehen?
Eine wunderbar witzige Geschichte mit klasse Schauspielern und vielen einfallsreichen Ideen, die auch sehr gut umgesetzt wurden!
"Pelikanmann" ist ein Film übers Anderssein und wie wir damit umgehen - und über Toleranz. Vor allem aber lehrt er uns, immer wir selbst zu bleiben - und auf jeden Fall die Schuhe in den Kühlschrank zu stellen...!!!
Ein Pelikan, der unter Menschen lebt? Es klingt unglaublich, doch der Wunsch eines Pelikans unter den Menschen zu leben, ist so groß, dass er sich kurzerhand entscheidet, selbst einer zu sein. Mit der Hilfe des 10jährigen Emil gelingt es Mr. Bird schon bald, sich in die Gesellschaft einzuleben. Er hat einen Job und eine eigene kleine Wohnung, nur das plantschen im Wasser und das Essen von rohen Fischen kann er sich noch nicht ganz abgewöhnen. Als er bei seinem Job als Bühnenarbeiter auf die junge Balletttänzerin Helena stößt, verliebt er sich schlagartig. Sein Leben als Mensch verläuft gut, doch wie überall ist Gutes nicht immer von Dauer…
Eine gut erzählte kleine Geschichte mit viel Humor, so könnte man diesen Film wohl am besten beschreiben. Natürlich geht es mal wieder, wie eigentlich bei fast jedem Kinderberlinalefilm, nicht ohne einen kleinen Problemfall. Emils Eltern sind getrennt, er wohnt bei seiner Mutter und sein Vater antwortet einfach nicht auf seine Briefe. Eigentlich eher ein Film für unsere jüngeren Kinobesucher, aber auch der ein oder andere Erwachsene kann mit diesem Film sicher seinen Spaß haben. Ein Film für die ganze Familie.
Was ist ein Mensch?
Diese Frage beschäftigt den Pelikan schon lange. Denn es gibt so viele Menschen. Von seiner großen Neugier getrieben, beschließt er, sich das Leben der Menschen einmal genauer anzuschauen. Lustig ist zu beobachten, wie er sich, halb verwandelt, halb verkleidet durch die Stadt schlägt. Dabei unternimmt er den Versuch, die Menschen möglichst genau nachzuahmen und viel von ihnen zu lernen. Doch lange bleibt er nicht unentdeckt. Der 10-jährige Junge namens Emil, der erst kürzlich mit seiner Mutter in die Stadt zog, da die Eltern sich scheiden ließen, findet so manch Seltsames im Leben des Herrn Vogel. Warum ist er so verrückt nach Wasser, dass er sich unter jeden Rasensprenger stellt ?? Und überhaupt: normale Menschen verlieren doch keine Federn! Emil hat recht! Es muss ein Pelikan sein! Herr Vogel war überrascht, dass Emil ihn erkannte, denn nach seiner Erfahrung sehen Menschen normalerweise immer nur das, was sie sehen wollen. Zwischen den zweien entsteht eine tiefe Freundschaft. Emil kann ihm so allerhand beibringen und so wird beispielsweise sein Gang schon viel menschenähnlicher. Auch das kleine Nachtbarmädchen bleibt nicht länger unwissend und zu dritt verbringen sie eine schöne Zeit. Doch wie es irgendwann so kommt muss, verliebt sich Herr Vogel in eine Frau. Als diese jedoch die ganze Wahrheit erfährt, flüchtet sie schreiend. Nun muss Herr Vogel auch die andere Seite der Menschheit an seinem Körper fühlen. Nach einigen weiteren, unschönen Erlebnisse, wie die Einbuchtung in den Zoo, fasst er den Entschluss, lieber das „unsterbliche Leben“ des Pelikans fortzuführen.
Nach drei Jahren Produktionszeit kann Liisa Helminen wirklich stolz auf ihren Film „Pelikanmann“ sein. Die schöne Geschichte über die Kinder und den Herrn Vogel zeigt uns, dass wir Menschen viel zu viel an das glauben, was wir sehen wollen und bei Enthüllung der Wahrheit oftmals kein Verständnis dafür haben. Gerade die Leichtigkeit, die den Film trägt, zeigt uns, wie einfach das Zusammenleben sein kann, wenn man die Eigenheiten von ein wenig seltsamen Menschen akzeptiert. Die Leichtigkeit und die Unvoreingenommenheit, mit der die Kinder mit dem Pelikanmann umgehen wirkt schon fast wie eine Fabel, die uns Menschen den Umgang mit dem „Andersartigen“ lehrt. Doch auch die zweite Geschichte über den Jungen, der die Trennung seiner Eltern verarbeiten muss, wird sehr gut dargestellt. Dieser Film mit seiner tollen Atmosphäre durch Musik, kräftige Farben und die Sympathie, welche von den Schauspielern ausgeht, ist nur zu loben. Wie war das? Vergesst nie zu lachen und zu singen und vor allen Dingen nicht, die Schuhe im Kühlschrank aufzubewahren.
Sommeridylle an einem See, Kinder bauen Sandburgen und plantschen im Wasser. Aus einer Umkleidekabine tritt ein Mann mit etwas zerzausten Haaren, schlabberigem Anzug und großen Augen. Er sieht sich verwundert und neugierig um.
Emil ist gerade erst mit seiner Mutter in die Stadt gezogen und hat noch nicht viel Anschluss. Da fällt ihm sein seltsamer Nachbar, Herr Vogel, auf, der wie eine Ente watschelt, einen schlabberigen Anzug trägt und sehr gerne badet.
Emil nimmt die Beobachtung auf: Wieso ißt Herr Vogel rohe Fische und verliehrt ab und zu eine weiße Feder? Der Junge nimmt eine dieser weißen Federn als Beweisstück mit und untersucht sie genau. Bald hat er einen Verdacht. Ist Herr Vogel vielleicht ein verkleideter Pelikan?
Der junge Schauspieler, der Emil darstellt (Roni Haarakangas), spielt die Rolle des cleveren, neugierigen Jungen überzeugend. Auch die anderen Schauspieler machen ihre Sache gut. Besonders Kari Ketonen, der Pelikanmann, spielt auf sehr spezielle, interessante Weise diese ziemlich schwer darzustellende Rolle.
"Der Pelikanmann" ist ein sehr fantasievoller, lustiger Film. Meiner Meinung nach für jedes alter amüsant.
Menschen sehen nur das, was sie wollen... So ist es auch in Finnland!
Der 10-jährige Emil, dessen Eltern frisch geschieden sind, zieht mit seiner Mutter in eine Stadt um. Doch schon kurz nach dem Umzug entdeckt Emil einen merkwürdigen Mann, der sich seltsam verhält, und nimmt seine Fährte auf.... Mr. Vogel heißt dieser, und Emil kann ihm so einiges beibringen, da er normale Sachen wie Lesen, Schreiben, etc. überhaupt nicht kann.
Sein Verdacht stimmt, und Mr. Vogel gibt bald zu ein Pelikan zu sein. Er und Emil lernen daraufhin das Nachbarsmädchen Elsa kennen, das auch Verdacht geschöpft hatte.
Doch auch die Hausmeisterin des Hauses findet die Wahrheit heraus, und so wird Mr. Vogel bzw. der Pelikan in den Zoo gebracht. Aber Freunde halten zusammen, und es dauert nicht lang, bis Emil seinen besten Freund befreit hat! Doch der Pelikanmann hat sich entschieden, wieder Pelikan zu werden und somit alles zu vergessen... Emil fällt der Abschied sehr schwer.... Aber auch Mr. Vogel, denn mit der Zeit entwickelte der Pelikanmann auch menschliche Gefühle wie Liebe, Wut und Freundschaft.
„Pelikanmann“ ist ein schöner und lehrreicher Film, der uns sagt, dass wir Menschen nur das glauben, was wir sehen und nur das sehen, was wir sehen wollen!
Ein wahrhaftig komischer Kauz ist dieser Herr Vogel. Er verliert ständig Federn, verschlingt ganze Fische, mitten in seinem Wohnzimmer steht eine gefüllte Badewanne und dann auch noch dieser wirre Vogelblick. Aber nein, ein Pelikan ist dieser adrett gekleidete Gentleman nicht. Das zumindest glauben die Menschen, die alles viel zu sehr an Äußerlichkeiten fest machen. Die zwei Kinder Emil und Elsa kommen diesem seltsamen Musikliebhaber jedoch schnell auf die Schliche.
“Der Pelikanmann“ ist ein sehr lustiger und schöner Kinderfilm voll von versteckten Weisheiten, wie “der Mensch fühlt sich nur sterblich, weil er weiß, dass er einmal sterben wird.”
Alles deutet darauf hin, dass wir es hier mit einem Vogel zu tun haben, der sein Gefieder gegen Anzug und Krawatte eingetauscht hat, dennoch verschließen die Menschen ihre Augen vor der Wirklichkeit. ”Der Mensch glaubt an die Illusion. Er kann nur sehen, was er sehen will.”
Dank des wundervollen Schauspielers Kari Ketonen, der den Pelikanmann mit seiner Mimik und Gestik perfekt spielt, amüsierte ich mich ganz prächtig. Man könnte fast meinen, in ihm stecke wirklich ein Pelikan.
Ein toller Film, nicht nur für Kinder schön anzuschauen.
