Die Jungen Journalisten

Kritik
My Summer of Love
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Die Geschichte an sich ist schnell erzählt: Zwei Mädchen verlieben sich, haben Sex miteinander, trinken die ganze Zeit über, rauchen Zigaretten für ein halbes dutzend Menschen und versuchen sich letztendlich noch an Pilzen, die sie finden. Auch eine Möglichkeit, die Sommerferien zu genießen. Aber während die eine mit ihrem älteren Bruder, der ganz und gar einer stark gläubigen Sekte verfallen ist, die täglich beten und bei der man es den Mädchen wirklich nicht verübeln kann, dass sie sich über sie lustig machen, in einer ehemaligen Kneipe haust, besucht die andere mit ihren Eltern und ihrer anscheinend verstorbenen Schwester die Urlaubsvilla. Dann folgt im Grunde das oben genannte. Nur der Schluss des Filmes birgt noch einige Überraschungen. Trotz der simplen Handlung wird einem während des Films nicht langweilig und man hat etwas zu lachen, seien es die kleinen Scherze der beiden Mädchen oder die Sekte des Bruders.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Zuschauer an den beiden Hauptdarstellerinnen in Sachen Drogen kein Beispiel nehmen.

Jakob Korbel, 16


Es ist Sommer, die Sonne scheint und Mona und Tamsin liegen verliebt im Gras. Sie haben sich gerade erst kennen gelernt und doch verbringen sie jetzt fast jeden Tag zusammen. Sie baden in wilden Bächen, haben Sex, trinken, lachen, weinen, schreien, und sind einfach nur verliebt. Das Leben müsste eigentlich großartig sein. Doch so einfach ist das nicht. Tamsin trauert noch immer um ihre tote Schwester und Monas Bruder meint, er würde Gottes Stimme empfangen und müsse auf Mona aufpassen. Und jeder weiß: Kein Sommer ist ewig.

Was jetzt vielleicht ein bisschen kitschig und langweilig klingt, ist in Wirklichkeit eine tragische, zugleich aber auch überaus witzige Liebesgeschichte, die mit einem sehr überraschenden Ende aufwartet.
Die dichte Atmosphäre und den Witz erhält der Film vor allem durch seine großartigen Dialoge zwischen den beiden Mädchen, in denen von Tod über Sex bis zu "Welche Klamotten soll ich anziehen?" über so gut wie alles geredet wird.
Besonders beindruckend ist das brillante Spiel der Hauptdarstellerin Natalie Press, die der Rolle Mona, durch ihre eigenartige Mimik und raue Stimme eine außergewöhnliche Tiefe verleiht.
Ein wichtiges Element dieses Films ist auch die Kamera, die teilweise fast poetische Bilder einfängt, ab und zu allerdings durch ihr extremes Wackeln und hektisches Zoomen Kopfschmerzen bereitet.
Alles in allem ist der Film eine wunderschöne Hommage an die Liebe, die einen zum Träumen anregt und einem noch lange im Gedächtnis bleibt.

Billy Holzberg, 15


Alles fängt so schön an. Mona, die in einer kleinen englischen Provinz lebt, lernt die reiche und wunderschöne Tamsin kennen, die für den Sommer in die Provinz gekommen ist. Sie verlieben sich in einander: der Sommer vergeht, als glitten sie auf Wolken, wäre Monas Bruder nicht von Gott besessen... Und am Ende fragt man sich, ob es wirklich erlaubt ist, für die Liebe zu lügen.

Der Film hat mich teils fasziniert, teils kam er mir aber etwas langwierig und übertrieben vor. Faszinierend deshalb, weil er wichtige und aktuelle Themen wie Bisexualität und Magersucht anspricht und sich mit ihnen außeinandersetzt. Dem Zuschauer werden die Augen geöffnet und man wird gezwungen, über die heutige Gesellschaft nachzudenken. Erschreckend fand ich die Anzahl von Zigaretten, die geraucht wurden. Das hat den Film runtergezogen, weil diese Zigaretten fast in jeder Szene vorkamen und dem Zuschauer förmlich ins Auge gesprungen sind und somit nach einer Weile vom wirklichen Geschehen ablenkten. Auch die Kameraführung hat zwischendurch etwas gestört. Das Bild hat stark gewackelt, so dass es für die Augen ziemlich anstrengend wurde. Auch wenn dieses "Kamerawackeln" an manchen Stellen vom Regisseur bestimmt mit Absicht eingesetzt wurde, war es zu viel.

Im Ganzen fand ich den Film jedoch sehr schön, da der Zuschauer auch im Nachhinein über den Film gut nachdenken kann. Auf jeden Fall sehenswert!

Alexandra Askoldova, 19

Womit soll ich anfangen? Worum geht es in dem Film? Um Gut und Böse, Liebe und Freundschaft…?
Es fällt mir schwer, „My Summer of Love“ zu hinterfragen, Zusammenhänge zu finden, Kritik an diesem und jenem zu äußern. Und damit will ich nicht sagen, dass es der allerbeste, tollste und wunderschönste Film war, den ich je gesehen habe, ich will auch nicht meinen, dieser Film hätte auf jeden Fall einen Preis verdient. Vielleicht hat er das. Aber was mich beeindruckt hat, ist etwas völlig anderes.
Der Abspann lief in ruhiger Regelmäßigkeit ab, und ich war betäubt. Nicht vergleichbar mit 40° Fieber, 10 Joints oder so was ähnliches (zumindest stelle ich mir das so vor..), es war einfach einnehmender und wundervoller.
Ich möchte mit diesen Aussagen eigentlich nicht den Film werten, denn ich weiß nicht, ob diese Wirkung vielleicht nur für mich gilt.
Es geht um zwei Mädchen, die sich im Sommer kennen lernen und beide an einem Punkt sind, an dem sie einen Umweg oder Wendepunkt suchen. Sie verlieben sich ineinander und machen genau das was sie fühlen, erleben jeden Moment in vollen Zügen, auch den, an dem ihre Welt zerbricht.
Guckt euch diesen Film an. Danach ist es sowieso egal, ob ich übertrieben habe – oder eben nicht.

Rebecca Martin, 14


Mona lebt in einem kleinen Tal in der englischen Provinz, sie ist eigentlich genervt von allem. Ihr Bruder, mit dem sie alleine lebt, ist plötzlich vom Schlägertypen zum Jesusfanatiker geworden und veranstaltet Gebetsstunden bei ihnen zu Hause. Ihr Freund hat ihr einfach erzählt, dass er sich nur mit ihr amüsieren wollte.
Doch Mona lernt Tamsin kennen, die noch immer schwer unter dem Tod ihrer Schwester leidet. Tamsin wohnt den Sommer über im großen Haus ihrer Eltern. Mona und Tamsin werden Freundinnen und verlieben sich in einander, es scheint wie wirkliche Liebe... - Lügen sollte man in solch einer leidenschaftlichen Beziehung aber nicht.
Die Kameraführung in "My Summer Of Love" ist sehr abwechslungsreich, genau wie die Bilder: Plötzlich hervorspringende, fröhliche Sommerbilder und neblige, etwas melancholische Bilder. Diese Mischung passt gut. Manchmal wackelt das Bild aber etwas zu sehr.
Die Schauspielerischen Leistungen von Natalie Press (Mona) und Emily Blunt (Tamsin) sind gut, die Liebe zwischen zwei jungen Frauen wird von ihnen glaubwürdig dargestellt. Auch Paddy Considine (Monas Bruder) spielt gut.
Ein wunderbarer Film, mit wunderbaren Bildern und wunderbarer Liebe!

Zazie Agro, 13