Die Jungen Journalisten

Kritik
Der Italiener
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Der russische Waisenjunge Vanja hat das Glück, dass ein italienisches Ehepaar ihn adoptieren will. Vorerst ist er auch sehr froh darüber: Seine zukünftigen Eltern sind nett und hübsch!
Von allen Kindern im Waisenhaus wird er schon "der Italiener" genannt. Doch als plötzlich die leibliche Mutter eines schon adoptierten Jungen auftaucht, will Vanja nicht mehr warten, bis seine neuen Eltern ihn abholen und mit nach Italien nehmen.
Stattdessen macht er sich auf die Suche, um seine leibliche Mutter zu finden.
"Italianetz" ist ein beeindruckender Film. Vor allem die Schauspieler haben mich fasziniert. Der erst neunjährige Darsteller in der Rolle des Vanja hat eine tolle Leistung hingelegt. Auch die anderen Jungen im Waisenhaus waren klasse: Sie sind wirklich alle Waisen, also Laiendarsteller, und waren (nicht nur dafür) echt super!
Außerdem ist "Italianetz" eine wunderschöne Geschichte mit überraschendem Ende.

Mein persönlicher Favorit bisher!

Roberta Huldisch, 11


Natürlich freut sich der sechsjährige Vanja auf seine neuen italienischen Eltern.
Jetzt kann er endlich raus aus dem tristen Heimleben, dem ständig betrunkenen Leiter des Hauses und den gewalttätigen Jugendlichen entfliehen. Doch noch wichtiger ist es ihm, seine richtige Mutter zu finden. Aber das ist gar nicht so einfach, denn der Heimleiter hat ihn für 5 000,- Euro an die Adoptiveltern verkauft und die Frau, die mit Waisenkindern wie Wanja Geschäfte macht duldet keinen Widerstand.
Mit großem Mut und ein bisschen Hilfe kann Vanja dennoch entwischen. Nun ist er allein auf der Straße, verfolgt von der geldgierigen Kinderhändlerin und ihrem Gehilfen, einzig die entwendete Adresse seines Geburtshauses in der Tasche.

Der Film zeigt uns schonungslos, wie es in den Waisenheimen und auf den Straßen Russlands zugeht. Und dennoch ist es ein berührender Film über die Suche eines Kindes nach Liebe und Geborgenheit. Mir wurde wieder bewusst, wie behütet und sorglos die meisten Kinder in Deutschland aufwachsen können. Obwohl der Film von einem Sechsjährigen erzählt, sollte die Altersangabe ab 11 wirklich beachtet werden.
Ich hoffe sehr, dass dieser Film in die deutschen Kinos kommt, denn es lohnt sich, ihn anzusehen.

Josefine Israel, 13


„Der Italiener“ von Andrei Kravchuk ist ein unglaublich realitätsnaher Film über einen 6jährigen Jungen, der allein durch seine Willenskraft ein Ziel erreicht, das längst nicht selbstverständlich ist.
Vanja wächst in einem Waisenhaus auf, in dem die Leiter ganz andere Sachen zu tun haben, als sich um die Kinder zu kümmern. Als der lang ersehnte Traum aller Kinder gerade für Vanja in Erfüllung gehen soll, kommt es zu einem Zufall, der ihn beginnen lässt über seine Situation nachzudenken. So beschließt der Junge erst einmal seine leibliche Mutter zu suchen, bevor er sich auf eine vorgegebene Zukunft in Italien einlassen kann. Obwohl fast alle Vanja von seinen Plänen abraten, setzt der Junge sich durch und geht auf die Suche nach seiner Identität. Eine abenteuerliche Reise hat begonnen.
Mich hat „Der Italiener“ sehr berührt. Nicht nur, dass der kleine Junge überzeugend diese Geschichte emotional durchlebt; auch das Drehbuch ist so echt und aus tiefem Glauben, dass der Film nicht nur als Fantasie sondern zudem als Dokumentation hervorgeht. Nur das Ende war zwar schön und ließ Gedanken offen, schien mir aber nicht glaubhaft, als ein Ende im alltäglichen Russland.
Ein toller Film den anzusehen es unbedingt lohnt.

Rebecca Martin, 14