Der Abspann verklingt, der Vorhang schließt sich.
Thomas Hailer bittet den Regisseur Luis Mandoki und den Scriptwriter Oscar Torres auf die Bühne.
Gibt es Fragen aus dem Publikum ? - Schweigen.
Hailer beginnt daraufhin ein Gespräch mit den beiden. Ihm wäre es genau so ergangen wie den Zuschauern jetzt nach dem Film, zu berührt um zu sprechen.
Zögernd heben sich die ersten Hände. Vorsichtige Fragen.
Wenn man weiß, dass der Film "Voces Inocentes" auf einer wahren Geschichte basiert, könnte man dies noch so hinnehmen. Steht allerdings derjenige, der diese Erfahrungen selbst durchlebte vor einem,
steht als Frage im Raum: welchen Aspekt bekommt man durch diese Konfrontation mit den Umgang mit sich selbst und gegenüber der Welt?
Stimmen erheben sich, zu Danken. Tränen als Zeichen der starken Wirkung dieses wundervollen Filmes.
Wie wir und fühlten......
Es ist schwer, dafür die richtigen Worte zufinden, wir waren, wie wohl auch der Rest des Publikums, völlig überwältigt von Oscar Torres Schicksal.
Warum wir keine Fragen stellten.....
Wir waren noch so beschäftigt von dem soeben gesehenen Film, dass wir mehr oder weniger Oscar nur groß anschauten. Vielleicht auch deswegen, weil wir so viel Respekt vor seinen Gefühlen hatten und Angst hatten, ihm mit den für uns interessierende, persönliche Frage zu nahe zu treten.
Wie Oscar auf uns wirkte......
Sehr gefestigt, einen Ausdruck von Trauer in den Augen der wahrscheinlich sein Leben lang bleiben wird. Aber trotzdem wirkte er, als ob er mit dieser Geschichte abschließen konnte und er sich jetzt auf die Gegenwart und Zukunft konzentriert. Er sagte selbst, dass das was jetzt zählt, ist den Kindern zu helfen, die jetzt das gleiche Schicksal erleben.
