Rund ums Kinderfilmfest

Dienstag, 15. Februar
Aus dem Publikumsgespräch zu „Die Brieffreundin“ am 14.2.2005 im Filmtheater am Friedrichshain

Nach dem Film beantworteten der Hauptdarsteller Kosta Kaplan und der Regisseur Shmul Peleg Haimovitsch unsere neugierigen Fragen, z.B.:

Lief der Film auch in Israel und war er da erfolgreich?

Regisseur: In Israel wurde er ein Mal vorgeführt, allerdings gab es dafür wenig Werbung. Aber die wenigen, die kamen, waren begeistert.

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Können sie dazu etwas sagen?

Regisseur: Das ganze basiert auf zwei wahren Geschichten. Chaya, ist meine Tante. Der Junge war ich selbst. Aber die Geschichte der Reise in den Libanon habe ich nicht erlebt.

Wie alt war Kosta, als der Film gedreht wurde und wie alt ist er jetzt?

Kosta: Damals war ich 13, heute bin ich 15.

Wo hat Herr Haimovitsch seine Regieausbildung gemacht?

Regisseur: Schon als Kind habe ich an Kino gedacht, nach dem 3jährigen Militärdienst bin ich lange durch die Welt gefahren und hatte dann Lust, Filme zu machen. ich habe an einem College nahe der libanesischen Grenze gelernt.

War der Antrieb, diesen Film zu machen die eigene, persönliche Geschichte?

Regisseur: Mir lag daran, darzustellen, was ein 13jähriger wahrnimmt und wie er sich dazu verhält. Ich wollte zeigen, wie Kinder solche Situationen aufnehmen und was sie bewegt.

Wie lange haben die Dreharbeiten gedauert?

Regisseur: Einen Monat.

War es nach den Dreharbeiten schwer, sich im normalen Leben zurechtzufinden?

Kosta: Es war ganz einfach.

Hat sich die Politik gegenüber Kriegsdienstverweigerern in Israel geändert?

Regisseur: Es ist schwierig, sich in Israel zu verweigern. Die meisten landen im Gefängnis.